Österreich finanziert Pflege auf zwei Wegen – und nur auf einem davon dürfen die Betroffenen mitentscheiden.
Das Pflegegeld bezogen 2025 im Jahresdurchschnitt 501.237 Menschen, die Ausgaben lagen bei 3,63 Milliarden Euro. Dieses Geld geht direkt an die pflegebedürftige Person – sie entscheidet, wer damit hilft. Mit durchschnittlich 604 Euro im Monat deckt es professionelle Fachpflege aber nur sehr begrenzt ab.
Der weitaus größere Teil läuft über Sachleistungen: 5,74 Milliarden Euro flossen 2024 in Betreuungs- und Pflegedienste. Hier entscheidet die pflegebedürftige Person nicht mit. Die Länder finanzieren einen festgelegten Kreis anerkannter Trägerorganisationen – wer nicht auf dieser Liste steht, kann die Leistung nicht öffentlich finanziert erbringen.
Dieselbe Person, dieselbe Leistung, dieselbe Qualifikation. Ob sie öffentlich finanziert wird, hängt allein davon ab, wer sie erbringt.